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Sinterbronze-Buchsen für die Gleittechnik


 SINTER nach DIN ISO 2795

Einleitung

Unsere selbstschmierenden und wartungsfreien Sinterbronze-Buchsen sind mit ca. 25 Volumenprozent Öl getränkt. Diese Ölmenge reicht für die gesamte Lebensdauer. Zwischen Gleitlager und Welle baut sich bei Betrieb durch Kapillarwirkung, elastische Deformation und Wärmeausdehnung ein Ölfilm auf, weshalb eine Zusatzschmierung unter normalen Betriebsbedingungen bei einer Sinterbronze-Buchse nicht notwendig ist. Mit zunehmender Betriebsdauer steigt die Temperatur im Lager. Die Wärmeausdehnung des Öls ist größer als die des Lagermetalls und drückt Öl in den Lagerspalt. Durch erhöhte Umfangsgeschwindigkeit wird die Schmierung der Sinterbronze-Buchse hydrodynamisch. Die Sinterbronze-Buchse kommt bei Gleitgeschwindigkeiten von 0,25 bis 5 m/s bei meist rotierender Bewegung zum Einsatz.

 SINTER nach DIN ISO 2795

Abmessungstabellen

Zylinderlager    Bundlager     Vollstücke

Wenn Sie eine der Bauformen anklicken, wird sich ein separates Fenster mit einer Auswahl der gängigsten Größen öffnen.

Gern bieten wir Ihnen auch Sonderanfertigungen von speziellen Abmessungen für die Gleittechnik an – vom Einzelstück bis zur Serie.

Fragen Sie per eMail oder Fax bei uns an, wir beraten Sie bei Fragen rund um die Gleittechnik!

 SINTER nach DIN ISO 2795

Reibungskoeffizient

Ölschmierung: 0,05-0,10
Trockenschmierung: 0,15-0,25  
 
 
 
 
 
 
 
 

 SINTER nach DIN ISO 2795

Wellen für die Gleittechnik

Oberflächengüte: Ra<1µm>
In den meisten Fällen können in der Gleittechnik ungehärtete Wellen verwendet werden. Bei korrosionsgefährdeten Anwendungen sollten die Wellen hartverchromt sein oder aus einem rostfreien Stahl bestehen.

 SINTER nach DIN ISO 2795

Einbau von Gleitlagern

Es ist wichtig, dass der Einbau von Gleitlagern mit größter Sorgfalt erfolgt, da sie porös sind und daher sehr leicht beschädigt werden können. Am besten erfolgt der Einbau mit einem Einpressdorn. Die Einpresskraft beträgt ca. 2-3 N pro mm² Mantelfläche des Lagers. Sinterlager können auch in andere Materialien eingegossen, eingeklebt oder eingespritzt werden. Die Lager sollten dafür noch nicht mit Öl getränkt sein.
Verdrehsicherungen am Lager sind zu empfehlen, aber wegen der porösen Struktur der Lager nicht unbedingt notwendig. Hier empfehlen wir Versuche. Dabei ist zu beachten, dass sich die Lagerinnentoleranz nicht verändert. Die Gleitfläche des Lagers kann danach durch Kalibrieren oder spanende Bearbeitung justiert werden. Die nachträgliche Befüllung der Lager mit Öl ist unter dem Absatz Bearbeitung beschrieben.

 SINTER nach DIN ISO 2795

Gleittechnik mit langer Lebensdauer

Die durchschnittliche Lebensdauer beträgt 10.000 Stunden. Extreme Betriebsverhältnisse wie hohe Belastung, Vibration oder hohe Betriebstemperaturen können die Lebensdauer verringern.

 SINTER nach DIN ISO 2795

Technische Daten

Sinterbronze Graphitbronze
p*v Wert 1,6 p*v Wert 0,4
max. P dyn.  10 N/mm² max. P dyn.  2,5 N/mm²

 max. P stat.

 50 N/mm²

 max. P stat.

 40,0 N/mm²

 max. v

 5 m/s

 max. v

 0,2 m/s

 max. Temp

 90°C

 max. Temp

 300°C

axiale Belastbarkeit ca. 25%

 SINTER nach DIN ISO 2795

Toleranzen

Maß E7 E8 F8 H7 h8 h14 r7 r8 IT9
-3 +24 +28 +20 +10 0 0 +20 +24 25
  +14 +14 +6 0 -14 -250 +10 +10  
(3)
- 6
+32 +38 +28 +12 0 0 +27 +33 30
  +20 +20 +10 0 -18 -300 +15 +15  
(6)
- 10
+40 +47 +35 +12 0 0 +34 +41 36
  +25 +25 +13 0 -22 -360 +19 +19  
(10)
- 18
+50 +59 +13 +18 0 0 +41 +50 43
  +32 +32 +43 0 -27 -430 +23 +23  
(18)
- 30
+61 +73 +16 +21 0 0 +49 +61 52
  +40 +40 +53 0 -33 -520 +28 +28  
(30)
- 50
+75 +89 +20 +25 0 0 +59 +73 62
  +50 +50 +74 0 -39 -620 +34 +34  
(50)
- 65
+90 +106 +25 +30 0 0 +71 +87 74
  +60 +60 +76 0 -46 -740 +41 +41  
(65)
- 80
+90 +106 +30 +30 0 0 +73 +89 74
  +60 +60 +76 0 -46 -740 +43 +43  
(80)
- 100
+107 +126 +90 +35 0 0 +86 +105 87
  +72 +72 +36 0 -54 -870 +51 +51  
(100)
- 120
+107 +126 +90 +35 0 0 +89 +108 87
  +72 +72 +36 0 -54 -870 +54 +54  
Lagersitz: H7
Einpressdorn: s5
Innendurchmesser: F8 nach dem Einpressen
Wellendurchmesser: h8
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 SINTER nach DIN ISO 2795

Bearbeitung der hochwertigen Gleitlager

Bitte beachten Sie bei der Bearbeitung folgende Punkte:
Die Gleitflächen selbstschmierender Gleitlager dürfen nicht durch Reiben oder Schleifen bearbeitet werden, da sonst die Poren verstopfen und eine Selbstschmierung nicht mehr gewährleistet ist.

Selbstschmierende Lager können nachgedreht werden. Zum Drehen verwendet man Diamant- oder Hartmetallwerkzeuge ISO-Qualität K-20 oder K-01 mit einem max. Radius von 0,1-0,2 mm.

 

Schnittbedingungen Schruppen Schlichten
Schnittgeschw. (m/min.) 160-210 150-200
Vorschub (mm/Umdr.) bis 0,4 bis 0,2
Spantiefe (mm) bis 2,0 0,2-0,4

Die mechanische Bearbeitung von Sintermetalllagern sollte ohne Nasskühlung erfolgen. Zur Kühlung verwendet man am besten Pressluft. Sorgfältiges Reinigen nach der mechanischen Bearbeitung und vor dem Ölimprägnieren ist dringend zu empfehlen. Nach der Bearbeitung muss der eingetretene Ölverlust ausgeglichen werden. Zu diesem Zweck legt man die Lager in einen mit Öl gefüllten Behälter. Das Öl-SAE 20 W mit einer Viskosität von 3,5 E° o. ä. wird bis zu 80° C erwärmt. Die Teile bleiben im Ölbad, bis das Öl erkaltet ist.

 

Schnittwinkel am Drehmeißel:
Freiwinkel A = 6° - 8°
Keilwinkel B = 70° - 75°
Spanwinkel C = 9° - 12°

 SINTER nach DIN ISO 2795

Lagerung von Gleitlagern

Lassen Sie bitte die Lager bis zum Einbau in der Originalverpackung. So schützen Sie Gleitlager vor Ölverlust, Staub und sonstigen Verunreinigungen.