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Wartungsarme Gleitlager:


GETRO T/TB nach DIN ISO 3547

Die wartungsarmen Gleitlager GETRO Typ T bestehen aus drei Schichten: einem Stahlrücken, einer aufgesinterten Bronzeschicht (0,5–0,35 mm stark) und einer Gleitschicht aus PTFE (0,01–0,03 mm dick). Dabei sind die Poren der Bronzeschicht vollständig mit PTFE ausgefüllt.
Dieser Aufbau verleiht dem Gleitlager Typ T eine hohe Druckfestigkeit (ca. 250 N/mm² max. stat. Last) sowie eine gute Wärmeleitfähigkeit. GETRO T ist auch in allen Abmessungen mit Bronzerücken erhältlich: Typ TB. Dieser verleiht dem Lager einen besseren Korrosionsschutz.

GETRO T/TB nach DIN ISO 3547

Abmessungstabellen für wartungsarme Gleitlager Typ T/TB

Unser Angebot umfasst alle gewünschten Größen bzw. Abmessungen entsprechend Ihrer Vorgaben. Wir fertigen sowohl Einzelstücke als auch in Serie.

Zylinderlager     Bundlager
Anlaufscheiben    Streifen

Wenn Sie die verschiedenen Bauformen anklicken, öffnet sich ein separates Fenster. Dort sehen Sie eine kleine Auswahl der gängigsten Größen.

Davon abweichende Größen können Sie gerne per Fax oder eMail anfragen.

GETRO T/TB nach DIN ISO 3547

Technische Eigenschaften

p*v Wert bei Trockenlauf:
Dauerbetrieb: 1,8 N/mm²*m/s
kurzfristiger Betrieb: 3,6 N/mm²*m/s
max.stat. Belastung: 250 N/mm² max.Gleitgeschwindigkeit: 2 m/s Temperaturbereich: -40°C bis +280°C
kein Stick-Slip, keine Wasseraufnahme
Welle: Oberflächenrauhigkeit: Rz 2 - Rz 3

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Chemische Eigenschaften

Der Gleitwerkstoff PTFE ist gegen chemische Einflüsse fast vollkommen resistent. Er wird nur durch geschmolzene Alkalimetalle und fluorierte Grundstoffe bei hohen Temperaturen angegriffen. Die ca. 2 µm starke galvanische Verzinnung des Trägermaterials verhindert in den meisten Fällen Korrosion.
Falls die Gleitlager stark korrodierenden Medien ausgesetzt werden, ist eine Galvanisierung mit korrosionsfesten Metallen notwendig. Als Alternative können Trockengleitlager mit Bronzestücken eingesetzt werden.

GETRO T/TB nach DIN ISO 3547

Verschleiß

Ein PTFE-Teil der Gleitschicht des Lagers gleicht während der Einlaufphase die Unebenheiten der Welle aus. So bildet sich eine Lauffläche mit niedrigem Reibungskoeffizienten und geringem Verschleiß.
Die Verschleißtiefe nimmt nach der Einlaufphase nur geringfügig zu. Flüssigkeiten im Bereich des Lagers tragen zur Verschleißminderung bei. Festschmierstoffe und Staubpartikel sollten von der Lagerstelle ferngehalten werden.
 
 
 
 

GETRO T/TB nach DIN ISO 3547

Reibung

Die Reibung ist abhängig von:
  • der Rauheit der Gegenlaufflächen
  • der spezifischen Lagerbelastung
  • der Gleitgeschwindigkeit
  • der Lagertemperatur
Wenn die Gleitgeschwindigkeit niedrig und die spezifische Belastung hoch ist, werden günstige Reibungskoeffizienten erzielt (Tabelle). Die Reibungszahl sinkt bei Temperaturen bis ungefähr 100 °C geringfügig. Bei Temperaturen über 100 °C kann es vorkommen, dass die Reibungszahl bis zu 50 % über den angegebenen Werten liegt. Dabei bleibt die Gleitbewegung gleichmäßig ohne Stick-Slip.

 

Reibungszahlen bei Raumtemperatur
spezifische Lagerbelastung p (N/mm²) Gleit-
geschwindigkeit
v (m/s)
Reibungs-
zahl
µ
250 - 140 bis 0,001 0,03
140 - 60 0,001 - 0,005 0,040 - 0,070
60 - 10 0,005 - 0,050 0,070 - 0,100
10 - 1 0,05 - 0,50 0,10 - 0,15
< 1 0,50 - 2,00 0,15 - 0,25

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Lagerspiel/Presssitz

 
 
Wanddicken der Zylinderlager und Bundlager
Innendurchmesser der Buchse
d1
Wanddicke
s3
bis 4 0,75 +0 /
-0,02
5 - 19 1 +0,005 /
-0,020
20 - 27 1,5 +0,005 /
-0,025
28 - 44 2 +0,005 /
-0,30
45 - 79 2,5 +0,005
/-0,040
80 - 190 2,5 -0,010 /
-0,060
120 - 300 2,5 -0,0,5 /
-0,085

Einbautoleranzen:
Gleitlagermaterial Getro T
Welle bis 4: h6
5-75: f7 > 80: h8
Bohrung: H7

Abmaße für Außendurchmesser D
Nennmaß
D
Abmaße* für Buchsen
aus Lagerwerkstoff
über bis GETRO T
  10 +0,05 / +0,025
10 18 +0,065 / +0,030
18 30 +0,075 / +0,035
30 40 +0,085 / +0,045
40 50 +0,085 / +0,045
50 80 +0,100 / +0,055
80 120 +0,120 / +0,070
120 180 +0,170 / +0,100
180 250 +0,210 / +0,130
250 305 +0,260 / 0,170
*Prüfung A nach DIN 1494 Teil2

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Fluchten

Für Radial- und Axiallager ist genaues Fluchten wichtig. Das ist vor allem bei Trockengleitlagern zu beachten, wenn kein Schmierfilm vorhanden ist, der die Last verteilt. Bei den GETRO-Gleitlagern sollte der Fluchtungsfehler über die gesamte Buchsenbreite nicht größer als 0,02 mm sein. Auch für paarweise angeordnete Buchsen sowie Anlaufscheiben gilt dieser Wert.
Wenn Buchsen hintereinander angeordnet werden, ist es ratsam, Buchsen mit gleicher Breite zu verwenden, wobei die Stoßfugen fluchten sollen. Eine unzulässig hohe Kantenbelastung muss verhindert werden durch konstruktive Maßnahmen: z. B. Fasen, ein größerer Bohrungsdurchmesser im Randbereich oder auch Buchsen, die über den Rand der Bohrung ragen, sind geeignet, um derartige Lastspitzen zu dämpfen.

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Gegenlaufflächen

Die Oberflächen der Gegenlaufflächen (Welle und Anlauffläche) sollten bei Trockenlauf mit einer Rauhtiefe Rz2 - Rz3 fertig bearbeitet werden, damit eine optimale Lebensdauer der Gleitlagerung erreicht werden kann.
Durch eine höhere Oberflächengüte wird die Lebensdauer nur geringfügig verbessert. Bei Rauhtiefen über Rz4,5 wird die Lebensdauer auf weniger als die Hälfte gesenkt. In Ausnahmefällen ist Feindrehen mit anschließendem Polieren oder eine andere geeignete Feinstbearbeitung zulässig.

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Kürzen und Bohren

Zum Kürzen und Bohren von Buchsen und zum Ausschneiden von Anlaufscheiben aus Bandmaterial sind keine speziellen Bearbeitungsverfahren notwendig. Jedoch entsteht beim Schneiden ein Grat. Es wird empfohlen, von der PTFE-Seite aus zu schneiden. Nach dem Bearbeiten müssen die Teile gereinigt werden.

GETRO T/TB nach DIN ISO 3547

Befestigungen

Üblicherweise enthalten die zylindrischen GETRO-Buchsen sowie die Bundbuchsen einen Presssitz. Darüber hinaus sind keine weiteren Sicherungen gegen Verschieben oder Verdrehen der wartungsarmen Gleitlager notwendig.